Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen

Das Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen an der Universität Tübingen wurde in enger Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen gegründet. Bei der Preisverleihung des Dr. K. H. Eberle Preises 2019 fand die symbolische Schlüsselübergabe des Vorstandsvorsitzenden an die Vertreter der Universität statt. Das Zentrum soll auch weiterhin gefördert werden, um dem wichtigen und aktuellen Thema der Digitalisierung der Welt Sorge zu tragen. 

Im Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen sollen Studierende aller Fachrichtungen auf die digitalen Herausforderungen und Aufgaben auf ihrem zukünftigen Berufsweg vorbereitet werden. 

Ein breit aufgestelltes Lehr- und Lernangebot in Form von  Semesterkursen bietet den Studierenden die Möglichkeit sich mit innovativen Methoden und Werkzeugen für die Erhebung, Analyse und Visualisierung von Daten zu beschäftigen und Kompetenzen in diesem Feld zu erwerben. 

Studierende können durch die Teilnahme an mehreren Kursen im Dr. Eberle Zentrum das Zertifikat “Data Literacy”, ein gemeinsames mit dem Studium Professionale und der Universitätsbibliothek angebotenes offizielles Zertifikatsprogramm der Universität Tübingen, erwerben.  

Die Nachfrage wächst und im aktuellen Semester nutzen ca. 350 Studierende aus allen Fakultäten die Angebote des Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen. 

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Kontakt: Dr. Michael Derntl 

Leitung Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen

Foto: Friedhelm Albrecht, Universität Tübingen
„Das Zentrum für digitale Kompetenzen soll Studierenden und der Professorenschaft einen wichtigen Baustein zur Weiterentwicklung der digitalen Kompetenzen an der Hochschule an die Hand geben. Auch vor dem Hintergrund der Pandemie eine richtige Entscheidung“
Dr. Alexandra Zoller
Vorstandsmitglied

Projekte, Programme & Angebote im Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen

Foto: Friedhelm Albrecht, Universität Tübingen

Neues Förderformat prämiert keative Ideen für digitale Lehre

Mit dieser OER-Förderungsprogrammen macht Lernen im Netz Spaß  

Mit diesen 

Mit dem neuen Förderformat „Digitale Lehr- und Lernmaterialien“ ruft das Dr. Eberle Zentrum für digitale Kompetenzen der Universität Tübingen dazu auf, Konzepte für Online-Formate einzureichen ‒ von einzelnen Modulen bis zu multimedial aufbereiteten Kursen. 

Diese sollen in Lehrveranstaltungen einsetzbar sein und als „Open Educational Resources (OER)“ national wie international zur Verfügung stehen. Möglich wird dies über den Onlinedienst „Open Educational Resources der Hochschulen in Baden-Württemberg“, den die Universitätsbibliothek Tübingen im Rahmen des Hochschulnetzwerks „Digitalisierung der Lehre“ zur Verfügung stellt. (https://www.oerbw.de/)

Als Lehr- und Lernzentrum bildet es Studierende sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler für den Einsatz digitaler Medien in Forschung und Studium aus. Die OER-Preise gehen in diesem Jahr an folgende Projektideen:

 

  • Im Projekt „Computational Thinking als kognitive Grundlage des Programmierens“ entwickelt Katerina Tsarava vom Hector Institut für Empirische Bildungsforschung (HIB) ein Unterrichtsmodul für angehende Lehrkräfte im Bereich Informatik. Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse können damit spielerisch an die Grundlagen des Programmierens her- angeführt werden. Das Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen HIB (Prof. Ulrich Trautwein) und dem Fachbereich Informatik (Prof. Klaus Ostermann). Es baut auf einem Modul für Grundschulen auf, entwickelt von Katerina Tsarava, Dr. Manuel Ninaus (Leibniz Institut für Wissensmedien) und Prof. Korbinian Moeller (Loughborough University). 
  • Im Projekt „MuseumVirtuell“ erarbeitet Stefan Krmnicek, Juniorprofessor für Antike Numismatik am Institut für Klassische Archäologie, ein Modul, das Studierende der kunst- und kulturwissenschaftlichen Fächer für den Einsatz von „Virtual Reality“ im Museumsbereich schult. In einem Seminar lernen diese, wie sich aus digitalisierten Museumsobjekten eine virtuelle Ausstellung im Internet konzipieren und praktisch umsetzen lässt. Die VR-Ausstellungszenarien werden in Kooperation mit der niederländischen Firma ImproVive (www.improvive.com) auf Grundlage der Software “VR Museum Lab” erarbeitet. (s. Foto)
  • Mit dem Projekt „Geo-dig online – praxisnahe Lernelemente in Lehrveranstaltungen der Geoinformatik“ erweitern Dr. Andreas Braun und Dr. Hans-Joachim Rosner vom Lehrstuhl „Physische Geographie und Geoinformatik“ Lehrinhalte der Geoinformatik durch anwendungsbezogene Lern- und Prüfungsinhalte. Das Geographische Institut vermittelt Studierenden bereits Kompetenzen in Kartographie, Statistik, räumlicher Datenanalyse und der Auswertung von Satellitenbildern. Nun werden diese Module durch praktische digitale Aufgaben und geleitete Übungen (z.B. durch Videos) zu Themen der Geo-Visualisierung, der Verwendung von Programmiersprachen oder des Cloud Computings erweitert.
     
  • PD Dr. Sebastian Bücking und Edith Scheifele, M.A., vom Deutschen Seminar/Sonderforschungsbereich 833 gestalten ein Lehr-Lern-Modul „Natürliche und formale Sprachen“, das in den Zusammenhang von natürlichen und formalen Sprachen einführt. Formale Sprachen werden in der Sprachwissenschaft dazu genutzt, natürliche Sprachen wie das Deutsche oder Englische zu beschreiben und deren Funktionsweise zu erklären. Sie finden aber auch als Programmiersprachen (z.B. R, Latex) Anwendung. Das Modul will dazu befähigen, formale Sprachen zu verstehen, zu erlernen und für die theoretische und praktische Arbeit mit natürlichen Sprachen nutzbar zu machen. 
     
  • Im Lehrprogramm „Embryologie-Lernspiele“ hat PD Dr. Ingmar Werneburg aus der Paläontologischen Sammlung der Universität seltene historische Embryonen-Zeichnungen aufbereitet. Für das Verständnis der Stammbaumforschung entwickelte er – zusammen mit Schweizer Kollegen – ein interaktives Online-Programm für Studierende. Mit der OER-Förderung soll dieses weiter ausgebaut und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. (Programm: www.msanchezlab.net/phylotool/tool/)